TextHubertusstift

Garten der Sinne

Unser kleiner Park hinter dem Haus lag viele Jahre etwas phantasielos da und hatte nur wenige Elemente zum Verweilen und Beobachten. Da für die alten Menschen und im Besonderen für die an Demenz Erkrankten ein schön angelegter Garten viele Erinnerungen und Sinne wecken kann, haben wir nach finanziellen Mitteln zur Neugestaltung gesucht. Nachdem wir im Jahre 2005 ein schlüssiges Konzept vorgelegt hatten, hat sich die Stiftung für Wohlfahrtspflege bereit erklärt, 50% der Gesamtkosten zu übernehmen.

Inzwischen ist der Park verwandelt und zu einem Schmuckstück geworden. Im Vordergrund stehen dabei immer die Demenzkranken alten Menschen in unserem Hause, die Abwechslung, Sicherheit, Ruhe in der Natur, aber auch Erinnerungen an ihre früheren Zeiten im Garten brauchen.

Unter fachkundiger Planung und Leitung des Landschaftsarchitekturbüros “LAUB” mit Frau Ute Becker, wurden die Wege breiter und sicherer und wo es möglich war, wurden Rundwege ausgebaut. Der Garten ist vom Haus direkt zu erreichen, der Zugang zur Straße aber durch ein Tor geschlossen, das nur mit speziellen Kenntnissen geöffnet werden kann.

Der Weg führt vorbei an einem Schöpfbrunnen, an Rosenbögen, Hecken und Spalierobst; an bunten Säulen und kunstgeschmiedeten Gittern, sowie Wasserspielen. Ein großer Pavillon, gemütliche Sitzecken und die Lourdeskapelle laden zum Verweilen ein. Des Weiteren sind zwei große, barrierefreie Plätze angelegt zum Feiern und eine Außenkegelbahn lädt zum gemeinsamen Spaß und Spiel ein. Pflanzkästen zum Unterfahren sind für Blumen und Kräuter oder Gemüse vorgesehen, die auch von Bewohnern im Rollstuhl gepflegt oder gefühlt werden können.

Wir alle sehen den neuen Park als große Bereicherung für unser Haus und als wunderschöne Abwechslung für Bewohner und Mitarbeiter im alltäglichen Geschehen. Für viele ist ein größerer Spaziergang oder der Weg durch das Städtchen zu beschwerlich oder gefährlich geworden und so ist dies für alle eine “Sinn”- volle Alternative.
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